Stahlrecycling
Stahlrecycling – aus alten Möbeln wird neuer Stahl
Diese Seite informiert allgemein über das Recycling des Werkstoffs Stahl. Sie ist keine Umweltbewertung einzelner BIGBOXX-Produkte.
Wiederverwertbarkeit und Ressourcenschonung sind, seitdem es den Grünen Punkt gibt, wohl jedem bekannt. Dabei ist Recycling mehr als nur die Wiederverwertung von Verpackungen. In Deutschland wurden 2025 in Stahlwerken und Gießereien rund 19 Millionen Tonnen Stahlschrott eingesetzt, um daraus neue Produkte herzustellen (Daten 2025, Schätzung BDSV/bvse). Der Werkstoff Stahl lässt sich grundsätzlich ohne Verlust seiner Werkstoffeigenschaften immer wieder recyceln, auch Recyclingstahl kann erneut recycelt werden (Quelle: worldsteel). Stahl hat hohe Erfassungsquoten: weltweit rund 90 % bei Autos und Maschinen, mindestens 85 % im Bau und rund 50 % bei Elektro- und Haushaltsgeräten (Quelle: worldsteel).
Stahl ist Weltmeister im Recycling
Weltweit ist Stahl das meistrecycelte Material: 2021 wurden rund 680 Millionen Tonnen Stahl recycelt (Quelle: worldsteel, Daten 2021). In vielen Ländern gibt es Stahlwerke, die alten Stahl wieder in den Produktionsprozess zurückführen. Auch die bei der Herstellung entstehenden Nebenprodukte werden genutzt, zum Beispiel als Rohstoff, Baustoff oder Düngemittel. Die Sammlung und Aufbereitung übernehmen spezialisierte Betriebe mit Anlagen wie Schrottpressen, -scheren und Schreddern.
Rückführung in den Materialkreislauf
Wichtige Nebenprodukte werden dank des umfassenden Recyclings in den Materialkreislauf zurückgeführt. So kommen zum Beispiel Eisenhüttenschlacken in der Zementindustrie und im Straßenbau zum Einsatz. Eisenoxide werden als Pigmente in der Lackindustrie gebraucht oder als magnetisierbares Material eingesetzt. Sogar bei der Koksherstellung wird Teer als Nebenprodukt im Straßenbau verwendet.
Ressourcen sparen und schonen
Jede Tonne Stahlschrott, die bei der Stahlerzeugung Roheisen ersetzt, vermeidet den Abbau von rund 1,5 Tonnen Eisenerz und die Förderung von 0,5 Tonnen Brennstoffen wie Kohle, Koks oder Schweröl (Quelle: BDSV). Bei rund 19 Millionen Tonnen Stahlschrott, die 2025 in Deutschland eingesetzt wurden (Schätzung BDSV/bvse), werden so große Mengen natürlicher Ressourcen geschont.
Weniger CO2-Emissionen dank Stahlrecycling
Stahlrecycling trägt auch zur Vermeidung von CO2-Emissionen bei. Eine Studie des Center for Economics of Materials (CEM) im Auftrag des BDSV kommt für Kohlenstoffstahl auf durchschnittlich 1,67 Tonnen CO2-Einsparung pro eingesetzter Tonne Stahlschrott (Studie „Schrottbonus“, 2020). Die Einsparungen schwanken, da sie unter anderem vom Stand der Technik der Anlagen, vom verwendeten Strommix, von den Ökobilanzgrenzen und von den Einsatzstoffen abhängen (Quelle: Fraunhofer UMSICHT, 2016).
So entsorgen Sie Stahlmöbel richtig
Entfernen Sie vor der Entsorgung Türen aus HPL oder Holz, Kunststoffteile und Schlösser. Batterien und Akkus aus elektronischen Schlössern oder Ladeschränken gehören in die getrennte Batterie- bzw. Elektroaltgeräte-Sammlung. Der Stahlkorpus kann anschließend über einen Schrotthändler oder den Wertstoffhof dem Recycling zugeführt werden. Bitte beachten Sie die Vorgaben Ihres örtlichen Entsorgers.
Quellen
- BDSV/bvse: Stahlrecyclingbilanz 2025 (Schätzung, veröffentlicht 05/2026), berichtet u. a. von EUWID Recycling
- BDSV: Ressourceneinsparung durch Stahlschrott, bdsv.org
- worldsteel: Circular Economy (recycelte Stahlmenge 2021) und Fact Sheet Steel and raw materials (Rückgewinnungsquoten nach Sektor)
- CEM im Auftrag des BDSV: Studie „Schrottbonus“, 2020
- Fraunhofer UMSICHT: Stahlrecycling sichert Stahlproduktion, 2016
Stand: 09/2026